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Tipps zum Bohren in Holz

Für das Bohren in Holz benutzen wir verschiedene Bohrertypen, die speziell auf den Werkstoff Holz ausgelegt sind. Je nachdem wie groß oder wie tief ein Loch gebohrt werden soll, benutzt man unterschiedliche Bohrer. Wir beschreiben in diesem Artikel, worauf Sie achten müssen und welcher Bohrer sich für welchen Zweck eignet.

Um die Bohrtiefe besser bestimmen zu können, empfiehlt sich die Benutzung eines Tiefenanschlages. Dieser verhindert, das Sie aus Versehen zu tief ins Material bohren.

Beim Bohren in Holz müssen Sie auf die Drehzahl achten. Ist die Drehzahl zu gering, so besteht die Gefahr, das das Holz splittert oder ausfranst. Ist die Drehzahl zu hoch, entsteht sehr viel Wärme und das Holz verfärbt sich schwarz. Gerade bei sehr harten Hölzern wie Buche, Bankirai etc. sollten Sie bei großen und tiefen Bohrungen Pausen einlegen, so das das Holz und der Bohrer abkühlen können.

So bohren Sie richtig in…

Holz

  • Verwenden Sie einen Holzbohrer mit langer Zentrierspitze und seitlichen Vorschneidern.
    Die Vorschneider ritzen die Holz­faser an und der innen liegende Spanheber schneidet sie dann sauber heraus.
  • Den richtigen Bohrer verwenden.
    Für große Löcher zwischen 15 bis 50 Millimeter empfehlen sich Forstnerbohrer, Kunstlochbohrer und Beschlaglochbohrer. Für tiefe Löcher eignen sich diese Bohrer-Arten nicht, dafür verwenden Sie einen Schlangenbohrer.
  • Schnell bohren.
    Bohren Sie bei höherer Drehzahl, damit das Holz nicht splittert. Sie sollten allerdings eine Pause einlegen, wenn der  Bohrer zu heiß wird, da ansonsten das Holz verbrennt.

Die unterschiedlichen Bohrer für das Bohren in Holz

Holzbohrer
Spezielle Holzbohrer sind mit einer Zentrierspitze und seitlichen Vorschneidern ausgestattet. Die Vorschneider sind dafür da, um das Holz anzuritzen. Zwischen dem Vorschneider und der Zentrierspitze liegt der Spanheber. Dieser schneidet die Holzfasern dann sauber aus dem Holzstück heraus. Die Bohrlöcher haben einen sauberen und glatten Rand.

Forstnerbohrer, Kunstbohrer, Beschlaglochbohrer
Für das Bohren von Löchern in der Größe 15 bis 50 Millimeter eignen sich Kunst-, Beschlagloch- oder Forstnerbohrer.

Der Forstnerbohrer
Der Forstnerbohrer schneidet mit seinen zwei halbkreisgroßen Umfangschneiden. Sie ritzen das Holz besonders gut ein und eignen sich sehr gut für Hart- und Weichhölzer und funiertes Holz. Der Forstnerbohrer ist für höchste Belastungen ausgelegt, hat gute Führungseigenschaften und eignet sich daher für den Freihandbetrieb.

Der Kunstbohrer
Vom Grundsatz her ist der Kunstbohrer ein Forstnerbohrer. Er wird allerdings für andere Materialien eingesetzt. Das sind zum Beispiel Leimholz, Spanplatten oder kunststoffbeschichtetes Holz.

Der Unterschied zum Forstnerbohrer besteht darin, das der Kunstbohrer kleinere Vorschneiden hat. Der Spanauswurf ist im Vergleich zum Forstnerbohrer größer. Der Kunstbohrer lässt sich durch die kurzen Vorschneiden schlechter von Hand führen und es empfiehlt sich der Einsatz eines Bohrmaschinenständers. Der Kunstbohrer wird häufig von Tischlern oder Schreinern bei der Einrichtung von Fenster und Türen genutzt, da diese meist verleimt sind.

Beschlaglochbohrer
Der Beschlaglochbohrer eignet sich für den Einsatz in Ständer-Bohrmaschinen. Da die Zentrierspitze nur einen geringen Überstand hat, ist es möglich, mit Beschlaglochbohrern in dünne Plattenwerkstoffen zu bohren. Die Lochränder reißen leicht aus. Die zwei Hartmetall-Vorschneiden und die zwei Hartmetall-Hauptschneiden sorgen für eine lange Lebensdauer und ein exaktes Bohrergebnis.

Der Schlangenbohrer
Tiefe Löcher bohren Sie am besten mit einem Schlangenbohrer. Die Zentrierspitze besitzt ein Gewinde das dafür sorgt das der Bohrer beim Bohren ins Holz gezogen wird. Schlangenbohrer haben eine sehr gute Spanförderung. Beim Bohren durchtrennt der halbrunde Vorschneider zunächst die Holzfasern am Rand. Danach hebt die Schneide die senkrecht zur Längsachse des Bohrers verläuft, den Span ab und transportiert den Span über den Gewindegang nach außen.

Der Flachfräsbohrer
Flachfräsbohrer sind wendellose Holzbohrer. Beim Bohren wird ein sehr hohen Drehmoment und eine niedrige Drehzahl benötigt. Wie es aus dem Namen schon hervorgeht, wird mit dem Flachfräsbohrer nicht gebohrt, sondern gefräst. Der Bohrer eignet sich zum Bohren flacher Löcher in weiches Holz oder Kunststoff. Am Kopf des Bohrers befindet sich eine Zentrierspitze und zwei Schneiden. Mit der Zentrierspitze wird der Bohrer auf dem Werkstück fixiert. Die beiden Schneiden zerspanen das Holz. Die Bohrlöcher sind nicht besonders exakt und eher für das schnelle Arbeiten geeignet, wo es nicht so sehr auf hundertprozent Präzision ankommt.

Der Holzsenker
Um Linsen-oder Senkkopfschrauben im Holz abzusenken benutzt man einen Holzsenker. Der Senker fast die Bohrungen sauber aus, so das die Schraubenköpfe nicht aus dem Material hervorstehen und die Oberfläche eben ist.

Die Lochkreissäge
Wenn die Bohrer aufgrund Ihrer Größe Ihre Grenzen erreicht haben kommt die Lochkreissäge zum Einsatz. Der Zentrierstift oder der zentrale Bohrer ist fest mit der runden Aufnahme für die Sägeblätter verbunden. Für die verschiedenen Lochgrößen gibt es unterschiedlich große runde Sägeblätter. Die Bohr- bzw Sägetiefe ergibt sich aus der Höhe des Sägeblattes.