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Akku Bohrschrauber kaufen – unser Ratgeber

Die Auswahl der Akku Bohrschrauber auf dem Markt ist sehr groß. Gerade wenn man nicht so tief in der Materie steckt, steht man sehr häufig vor dem Problem das richtige Gerät für die eigenen Bedürfnisse zu finden. Der Akku Bohrschrauber soll schließlich die Aufgaben erfüllen, die Sie als Käufer an ihn stellen.


Leistungmerkmale Akku Bohrschrauber

Leerlaufdrehzahl, Drehmoment und der Akku sind die wichtigsten Leistungmerkmale eines Akkubohrschraubers. Leistungsstärkere Geräte verfügen meist über zwei Gänge.

Drehzahl

je größer der Bohrer wird desto geringer wählt man die Drehzahl. Durch die richtige Drehzahl wird ein sauberes und präzises Bohren ermöglicht. Ein scharfer Bohrer ist natürlich eine Grundvoraussetzung.
(siehe auch http://www.xn--bnting-3ya.com/html/drehzahltabelle.htm)

Akkulaufzeit

Je höher die Ah Angabe des Akku je länger ist die Laufzeit. Gerade Handwerker wissen eine hohe Arbeitsleistung zu schätzen.

Akkuladezeit

Bei kraftraubenden Arbeiten ist es von Vorteil neben einem Wechselakku auch noch ein Ladegerät zu haben welches innerhalb kurzer Zeit den Akku wieder betriebsbereit auflädt. Gerade für Handwerker ist das ein Vorteil da sie ohne Wartezeiten durcharbeiten können.

LED Arbeitslicht

Eine LED Arbeitsplatzausleuchtung sorgt bei ungünstigen Lichtverhältnissen für optimale Sicht. Man benötigt keine zusätzliche Beleuchtung und muss nicht neben dem Werkzeug und ggs dem Werkstück auch noch eine Lampe halten.

Zubehör (Bits und Bohrer)

Für den Gelegenheitsschrauber ist es von Vorteil ein Bundle zu kaufen. Hier hat er alle passenden Bohrer und Bits zur Verfügung. Ein Handwerker ist über seine Werkzeugkiste meistens schon bestens ausgestattet.

Geräuschpegel

Vom Prinzip her völlig unerheblich.

Drehmoment

Ein sehr wichtiger Bereich da durch die richtigen Einstellungen Material und Werkstoffe geschont werden. Die Schrauben werden immer gleichmäßig fest angezogen und die Gefahr des Abreißen eines Schraubenkopfes wird gebannt.

Amperstunden

Die AH Angabe zeigt die Kapazität eines Akku auf. Die Bandbreite geht hier von 1,3 bis über 5 AH. Handwerker schätzen eine hohe Kapazität.

Voltzahl

Hier geht die Bandbreite von 3,6 bis 36 Volt. Je höher die Angabe desto kräftiger das Gerät. Hier gilt allerdings nicht zwingend der Grundsatz je mehr desto besser. Hier kommt es auf den Verwendungszweck an. Für filigrane Arbeiten nimmt man eher die etwas niedrigen Voltagen für gröbere Arbeiten eher die leistungsfähigeren Geräte.

Gummierte Grifffläche

Sie ist wichtig für sicheren Halt und ermüdungsfreies Arbeiten.

Rechts-/Linkslauf

Gehörte mittlerweile zum Standard. Sehr preiswerte oder ältere Geräte haben hin und wieder nur die Möglichkeit Schrauben hereinzudrehen. Solche Geräte sind nicht zu empfehlen.

Gewicht

Wenn man täglich mehrere Stunden mit dem Schrauber arbeiten muss weiss man sehr schnell einen leichteren und handlicheren Schrauber zu schätzen. Besonders bei Überkopfarbeiten. Gerade Handwerker die Ihre Schrauber täglich im Einsatz haben achten darauf ein Gerät zu kaufen was nicht zu schwer ist.

Gürtelhalter

Im Prinzip ein Centartikel. Aber man lernt sehr schnell die Vorzüge dieses kleinen Helfers zu schätzen wenn man bei der Arbeit mal eben schnell beide Hände benötigt und sich den Schrauber mal kurz an den Gürtel hängen kann.

Schraub- und Bohrleistung

In den Herstellerangaben werden die maximalen Bohrgrössen in Holz, Metall oder Stein abgegeben. Für Handwerker weitaus weniger interessant als für den Gelegenheitsschrauber der sich hier über die Bohrmöglichkeiten orientieren kann und sollte um das Gerät nicht zu überlasten.

Ladestandsanzeige

Wird von Gelegenheitsschraubern eher benutzt um die Kapazität des Akkus zu prüfen als von Handwerkern. Viele hochwertige Geräte verfügen über Elektronik die das Gerät vor Überlastung oder Tiefenentladung schützt.

Transportkoffer

Eine gute Sache um Gerät und Zubehör zu schützen und an einem Ort alles einsatzbereit zu haben.


Handling Akku Bohrschrauber

Beim Handling gibt es einiges zu beachten. Da wären zuerst einmal die Bauform und das Gewicht. Ist es für Sie wichtig das das Gerät klein, leicht und handlich ist oder spielt das eher eine untergeordnete Rolle und ist die Power wichtiger als Handlichkeit und Gewicht.

Dann kommt es auf das Gewicht an. Arbeitet ein kräftiger Handwerker mit dem Gerät oder wird es überwiegend von Büromenschen oder Frauen benutzt.

Das Einsatzgebiet berücksichtigen. Entscheidend ist hier für welchen Einsatzbereich Sie konkret Ihren Akkubohrschrauber kaufen. Sind es eher kleinere Arbeiten im Haushalt oder kommt das Gerät tagtäglich in der Werkstatt zum Einsatz. Sehr häufig wird hier der Fehler gemacht das Geräte gekauft werden deren Leistung zu schwach ist.


Zubehör Akku Bohrschrauber

Der Handwerker und der ambitionierte Heimwerker wird eher weniger darauf achten wie viel Zubehör den Geräten beiliegt. Diese Zielgruppe ist meistens von Hause aus schon sehr gut mit Bits und Bohrern ausgestattet. Der Gelegenheitsarbeiter achtet verstärkt darauf, möglichst ein Komplettpaket zu bekommen.

Für den täglichen Einsatz!

Für den täglichen Einsatz ist es wichtig das das Arbeiten so angenehm und bequem wie möglich ist. Lange Akkulaufzeiten, kurze Aufladezeiten, Wechselakkus, hochwertige Verarbeitung, leichte Bedienbarkeit der Gerätefunktionen und ein kraftvoller Drehmoment sind die wichtigsten Eckdaten. Anspruchsvolle Heim- und Handwerker sind im Bereich mit Geräten um die 18Volt gut aufgehoben.

Für den gelegentlichen Einsatz!

Wenn es um einfache Arbeiten geht wie beispielsweise den Aufbau von Möbeln, hin und wieder mal ein paar Löcher bohren, kleinere Bastelarbeiten reicht ein normaler Akkuschrauber oder ein Minischrauber in der Leistungsklasse von ca 10 Volt bis 14 Volt.

Was bedeutet Volt (Spannung), Amper (Stromstärke), AH (Amperstunden), NM (Drehmoment)?

Je höher die Voltzahl, Amper und der Drehmoment desto kräftiger ist das Gerät. Je höher die Amperstundenzahl desto länger ist die Laufzeit des Akku.

Was für Gerätemarken empfehlen sich für Heim- und Handwerker?

Hier sollten Sie auf Geräte von Bosch oder Makita zurückgreifen. Diese sind für den professionellen Einsatz von Handwerkern konzipiert und ausgelegt.

Welche Gerätemarken empfehlen sich für den Gelegenheitsarbeiter?

Hier können Sie guten Gewissens auf Geräte von Einhell, DeWalt oder Ryobi zurückgreifen.

Wie wichtig ist das Gewicht?

Je leichter die Geräte sind desto handlicher sind sie auch. Gerade bei Überkopfarbeiten. Schwere Geräte liegen in der Regel besser in der Hand.
Schwerere Geräte sind eher bei den Handwerkern, leichtere Geräte eher bei den Gelegenheitsarbeitern im Einsatz.

Für welchen Bereich benötige ich den Akkubohrschrauber?

Für den Haushalt reicht ein Gerät mit geringerer Voltzahl (Spannung). Für den Garten, der Werkstatt oder der Baustelle empfehlen sich Geräte um die 18V.

Wie lange arbeite ich mich dem Gerät?

Ist das Gerät täglich viele Stunden im Einsatz empfiehlt es sich darauf zu achten das ein Wechselakku beiliegt und das Ladegerät die leeren Akkus schnell wieder auflädt. Sehr hochwertige Ladegeräte
benötigen nicht wesentlich länger als 15-20 Minuten.

Wenn ich nur gelegentlich mit dem Gerät arbeite muß ich diesen Punkt nicht so sehr berücksichtigen.

Was sollte auf keinen Fall fehlen?

Ein Rechts-/Linkslauf, eine Einstellung des Drehmomentes, und eine gummierte Grifffläche sollten auf keinen Fall fehlen.
Ein Gürtelhalter und eine LED Arbeitsflächenbeleuchtung sind sehr nützliche Ausstattungsmerkmale.

Wie viel Geld kostet denn ein vernünftiger Akkubohrschrauber?

Der Gelegenheitsarbeiter kommt mit einem Budget um die € 100,- gut zurecht. Bei den Heim und Handwerkern liegen die Geräte so ab ca € 250,- aufwärts.

Schraub- und Bohrleistungen

Bei verschiedenen Materialien werden die Schraub- und Bohrleistungen in unterschiedlichen Materialien wie Holz, Metall, Stein, Beton etc getestet. Wichtig sind hier die Verhaltensweisendes Gerätes. Läuft das Gerät ruhig, ist der Motor durchzugsstark, werden auch stärkere Schrauben problemlos verarbeitet. Dabei werden natürlich die unterschiedlichen Leistungsdaten der Geräte berücksichtigt. Man kann ein 9,6 Volt Gerät nicht mit einem 18 Volt Gerät vergleichen. Auch werfen wir einen Blick darauf ob die angegebenen Ladezeiten für die Akkus eingehalten werden.

Handling und Transport

Hier beurteilen wir wie handlich ein Gerät bei Arbeiten wirklich ist. Liegt es angenehm in der Hand? Sind die Bedienelemente gut erreichbar? Sind die Bedienelement leichtgängig? Läuft das Bohrfutter zentriert und läßt ein ruhiges Arbeiten zu? Gibt es einen Transprotkoffer der Gerät und Zubehör sicher schützt?

Leistungsmerkmale

Hier kommt es auf die Akkulaufzeiten, die Drehzahl, den Drehmoment und die Einstellungsmöglichkeiten des Drehmoment an. Auch müssen die Werte in einem passenden Verhältnis zueinander stehen.
Zweiganggeräte lassen eine präzise Regulierung der Drehzahl zu.


Die Akkutypen

NiCd-Akku

Nickel-Cadmium-Akkus dürfen in Deutschland in kabellosen Elektrowerkzeugen betrieben werden. Sie sind im Vergleich zu NiMH-Akkus deutlich robuster gegenüber Über- oder Tiefenentladung. Sie haben ca 1500 Ladezyklen. Bei hohen Minustemperaturen haben Sie noch genug Kapazität um die Geräte zu nutzen. Die gesamte Kapazität im Vergleich zu einem NiMH Akku liegt bei ca 50%. Im Vergleich zu einem Lithium-Ionen-Akku wird der Unterschied noch deutlicher. Die Selbstentladung liegt bei ca 10 – 15% Vorsicht NiCd Akkus haben einen Memoryeffekt. Einen Batterieträgheitseffekt haben sie nicht.

NiMH-Akku

In älteren Geräten finden Nickel-Metallhydrid-Akkus Verwendung.
Im Vergleich zu Li-Ion-Akkus ist der Preis um ca 50% geringer. Bei der Leistung sind sie allerdings durchgehend schlechter. Besonders der Batterieträgheitseffekt spielt hier eine entscheidende Rolle. Werden die NiMH-Akkus nie vollständig entladen, verschlechtert sich die Leistung des Gerätes. Durch mehrere Lade- und Entladevorgänge mit einem geeigneten Ladegerät kann man die Leistung wieder erhöhen. Im Vergleich mit NiCd-Akkus haben NiMH-Akkus bei gleicher Größe etwa 50 Prozent mehr Kapazität. Die Selbstentladung liegt bei ca 15 – 20% Einen Memoryeffekt haben NiMH Akkus nicht.

Li-Ion-Akku

Lithium-Ionen Akkus sind die derzeit besten Akkus. Sie haben eine erheblich höhere Zellenspannung im Vergleich zu den NiMH oder NiCd Akkus. Dadurch werden die Geräte leichter (40 Prozent weniger Gewicht gegenüber NiCd- und NiMH-Akkus) Dadurch muss weniger Kraft aufgewendet werden. Sie sind für den Dauereinsatz geeignet. Dadurch das sie bei kleinerer Größe sehr leistungsfähig sind können die Geräte kleiner und handlicher gebaut werden.

Die Akku Leistung

Hier sind zwei Werte entscheidend. Die Kapazität und die Spannung.
Die Kapazität wird in AH angegeben. Hier geht die Bandbreite von 1,3 AH bis über 5 AH. Je höher der Wert desto länger können Sie arbeiten. Niedrige AH Zahlen erfordern häufigeres Aufladen des Akkus.
Für Sie ist es wichtig das Sie wissen wie oft und lange Sie konkret mit dem Gerät arbeiten.
Die Spannung wird in Volt angegeben. Minischrauber liegen zwischen 3,6 und 7,2 Volt. Danach kommen dann Geräte bis 36 Volt. Die meisten Geräte liegen zwischen 10,8 und 18 Volt.
Für Sie ist es auch hier wichtig den Einsatzbereich für den Sie das Gerät benötigen genau zu definieren.

Die Ladegeräte

Bei den Ladegeräten sind die meisten Geräte bereits mit Schnellladegeräten ausgestattet die innerhalb von 15 – 20 Minuten Ihre Akkus wieder aufladen. Das ist insbesondere wichtig wenn Sie nur einen Akku haben. Ladezeiten von ca einer Stunde und mehr sind schon eher die Ausnahme als die Regel.


Bohrer Kaufberater

Bohrer ist nicht gleich Bohrer. Es gibt viele verschiedene Arten und Qualitäten bei Bohrern. Wir möchten Ihnen hier einige Tipps an die Hand geben, die Ihnen Ihre Entscheidung beim nächsten Bohrerkauf ein wenig erleichtern.

Bei den klassischen Bohrer-Typen unterscheiden wir zwischen



Metallbohrer

1. HSS-Metallbohrer aus Hochleistungs-Schnellschneidstahl



Holzspiralbohrer

2. Holzspiralbohrer



Betonbohrer mit Hartmetallschneiden

3. Betonbohrer mit Hartmetallschneiden


 

Wenn man gelegentlich mal ein Loch zu bohren hat und sich nicht ganz sicher ist welcher Bohrer für das Material geeignet ist, so kann man sich nachfolgend die wichtigsten Informationen einholen.

Für Metall, Holz, Mauerwerk oder Beton gibt es jeweils unterschiedliche Bohrer. Für jedes Material benötigen Sie den passenden Typ und das richtige Bohrverfahren. Wir haben die Erfahrung gemacht, das es sich durchaus lohnt, ein wenig mehr Geld für Bohrer auszugeben.

Die Bohrer laufen zentrierter, sind schärfer und halten länger. Wenn Sie es sich nicht zutrauen präzise aus der Hand zu bohren, können Sie auf einen Bohrständer zurückgreifen. Er leistet Ihnen beim Bohren gute Dienste. Der Bohrer wird exakt vertikal gehalten und die Bohrtiefe kann eingestellt werden.

Womit bohrt man Metall?

Für Nicht-Eisenmetalle wie Aluminium, Kupfer, Messing, Zink, Eisen und unlegiertem Stahl werden HSS-Bohrer (Hochleistungs-Schnellschneidstahl) benutzt.

Für das Bohren von Edelstahl benötigen Sie kobaltlegierte oder titanbeschichtete Stahlbohrer. Diese sind vom Preis teurer als HSS-Bohrer.

Da die Metalloberflächen zum Teil sehr glatt sind und man hier mit dem Bohrer sehr leicht verrutschen kann, empfiehlt es sich die Bohrstelle anzukörnen. Hierzu können Sie einen Körner (Foto) oder einen gehärteten Metallstift benutzen. Die Bohrspitze hat so von Beginn an eine Führung, verrutscht nicht mehr und es kann präzise gebohrt werden.

KörnerKörner

 

Wenn Sie durch dünne Bleche bohren möchten, können Sie auf einen speziellen Bohrertyp zurückgreifen. Die Spitze des Bohrers ist wie die eines Holzbohrers geschliffen. Die Zentrierspitze des Bohrers wird leicht in das Material gedrückt. Das macht ein Ankörnen überflüssig. Der Bohrer schneidet dann kreisrunde Metallplättchen aus dem Blech.

Am besten eignet sich dazu ein Akkubohrschrauber. Auch sollten Sie darauf achten, das Sie mit niedrigen Drehzahlen bohren. Damit Sie Ihren Bohrer schonen und er länger scharf bleibt empfehlen wir Ihnen bei tieferen Bohrungen den Bohrer mit ein paar Tropfen Öl zu kühlen und hin und wieder den Bohrer ein wenig abkühlen zu lassen.

Womit bohrt man Holz?

Am Besten bohrt man Holz mit einem Holzspiralbohrer. Diese Bohrer verfügen über eine Zentrierspitze. Die beiden Vorschneider außen ritzen die Holzfaser an. Danach erreichen die innen liegenden Spanheber den Werkstoff und schneiden das Material aus dem Holz heraus.

Für größere Lochdurchmesser (z.B. für den Einbau von Topfschanieren) eignen sich Forstner-, Kunst- oder Beschlaglochbohrer. Diese Bohrertypen sind mit einem zylindrischen Schneidkopf ausgestattet.

Forstnerbohrer schneiden hier mit ihren Umfangschneiden erheblich präziser wie die Kunstbohrer. Bei Beschlag­loch­boh­rern kommt es häufiger vor das der Rand der Bohrung ausreißt. Für tiefe Bohrungen sind diese Bohrer nicht geeignet.

Forstnerbohrer

Forstnerbohrer

 

Womit bohrt man Mauerwerk und Beton?

Wenn Sie in Mauerwerk, Porenbeton, Hohlziegel etc. bohren wollen, benötigen Sie einen Steinbohrer. Steinbohrer haben eingelötete Hartmetallscheiben. Anders als bei den Holzbohrern, bei dem das Material herausgeschnitten wird, zermahlen sie den Werkstoff. Der Wendel transportiert das Bohrmehl aus dem Loch.

Um ein Loch in normales Mauerwerk, Hohlziegel, Porenbeton oder Gipskarton zu bohren, sind Sie mit einem Akkuschlagbohrschrauber ausreichend gut ausgestattet. Bei leichteren Werkstoffen empfiehlt es sich mit mässiger Drehzahl zu arbeiten. Bei härteren Materialien wie gebranntem Ziegel, Granit oder Stahlbeton empfiehlt es sich etwas kräftigere Geräte einzusetzen.

Pneumatische Bohrhämmer sind hier die bessere Wahl. Sie treiben den Bohrer mit einem Schlagkolben in die Werkstoffe. Hammerbohrer sind mit einem Schaft speziell auf das Einspannen in die SDS Bohrfutter ausgelegt.

Hammerbohrer

Hammerbohrer

 

Wie bohre ich Fliesen?

Sie sollten beim Bohren in Fliesen das Hammerwerk ausschalten. Da die Oberflächen extrem hart sind empfiehlt es sich das Bohren öfter zu unterbrechen um den Bohrer nicht zu überhitzen. Die Oberflächen von Fliesen sind sehr glatt sind, so das man beim Abrutschen die Fliesenoberfläche verkratzen kann. Zur Lösung einfach Stückchen Klebeband auf die Bohrstelle kleben um den Bohrer zu fixieren.

Wie bohre ich größere Löcher?

Mit einer Lochsäge können Sie großkalibrige, passgenaue Bohrungen beispielsweise für Rohrdurchführungen, Steck- und Schalterdosen in Holz, Dämmstoff- und Gipskartonplatten bohren.

Eine Lochsäge besteht aus drei Teilen:

  1. Der Aufnahmeteller
  2. Die Sägeblätter
  3. Der Zentrierbohrer

Der Aufnahmeteller (1) nimmt die unterschiedlichen Sägeblätter (2) auf. Diese unterscheiden sich durch die Größe voneinander um die verschieden großen Löcher zu bohren. Es wird natürlich immer nur ein Sägeblatt eingesetzt. Um mit der Lochsäge arbeiten zu können und das Verrutschen der Säge zu verhindern, benötigt die Säge den Zentrierbohrer (3). Er sorgt dafür, das die Säge auf Position gehalten wird. Beim „Bohren“ (eigentlich sägen) wird ein kreisrunder Sägeschnitt durchgeführt, der nur relativ wenig Material abträgt.

Lochsäge

Lochsäge

 

Die Bohrtiefe entspricht der Höhe der Sägeblätter. Für Mauerwerk gebt es spezielle Lochsägen mit Diamantkronen. Die Sägeblätter sind entweder mittels eines Bajonettverschlusses im Aufnahmeteller fixiert oder sie sind fest verschraubt. Daher darf die Lochsäge beim Bohren auch nur in eine Richtung eingesetzt werden.

Die Arbeit mit Lochsägen stellt erhöhte Anforderungen an das Drehmoment des Akkubohrschraubers oder der Bohrmaschine.

Lochsäge mit Diamantkronen

Lochsäge mit Diamantkronen

 


Bits Kaufberater

Für Ihren Akku Bohrschrauber benötigen Sie neben Bohrern auch noch passende Bits. Bits sind Aufsätze, die in das Bohrfutter Ihres Akku Bohrschraubers eingespannt werden, um die unterschiedlichen Schraubenarten verschrauben zu können. Es gibt sowohl in der Qualität als auch bei den Typen der Bits eine große Auswahl. Der Profi weiß sofort welcher Bit zu welcher Schraube passt. Der Gelegenheitsschrauber muß hier schon etwas genauer hinsehen. Wie bei den Akku Bohrschraubern oder bei den Bohrern gilt auch bei den Bits die Maxime: Achten Sie bereits beim Kauf wofür und wie oft sie die Bits benötigen.

Ihre geringe Größe täuscht leicht darüber hinweg, welche Bedeutung die Bits für das Arbeiten mit Akku Bohrschraubern haben. Sie sind extrem hohen Belastungen ausgesetzt. Aus diesem Grund ist es ein großer Fehler Bits als Cent-Artikel abzustempeln und das man auch mit Billigartikeln gute Ergebnisse erwarten kann. Bei Billig-Sets ist die Enttäuschung schon vorprogrammiert. Oftmals ist das Material schlecht und die Bits sind nicht passgenau gefertigt.

Selbst mit dem besten Akku Bohrschraubern ist das Verarbeiten von Schrauben höchst uneffektiv, wenn der Schraub-Bit keinen Halt im Schraubenkopf findet. Das hört man dann sehr deutlich durch hässliche dumpfe Knallgeräusche beim Anziehen der Schrauben vom Überschnappen der Bit-Klinge im Kopfprofil der Schraube. Das Ergebnis ist ein beschädigter Bit und oder ein beschädigter Schraubenkopf. Wenn man die Schraube später wieder lösen will wird das durch den beschädigten Kopf auch noch erschwert. Meist ist sind die Bits schon nach wenigen Verschraubungen verschlissen und können entsorgt werden.

Wenn der Bit abrutscht oder im Schraubenkopf überdreht, sollten Sie prüfen ob Sie den richtigen Bit verwenden. Bei Kreuzschlitz-Schrauben gibt es beispielsweise Systeme die nicht miteinander kompatibel sind. Einfache Schrauben besitzen nur ein einfaches Kreuz im Schraubenkopf.

Hier wird der Bit mit der Bezeichnung Philips verwendet. Der Bit muss genau in den Schraubenkopf passen: Die angewinkelten Bit-Flanken passen ohne Spiel in die Nuten des Schraubenkopfes. Probieren Sie einmal den Unterschied aus zwischen einem passenden Bit und einem zu kleinen Bit. Sie werden den Unterschied sehr schnell merken. Wenn Sie erst einmal ein Gefühl dafür entwickelt haben fällt es Ihnen zukünftig viel einfacher den richtigen Bit zu finden. Bearbeiten Sie Schrauben generell nur mit exakt gerade geführtem Bit um den Verschleiß vor allem an den Schraube durch verkanteter Führung zu minimieren.

Das Material

Das Material eines Bits ist sehr wichtig, denn vom Material hängt es ab, wie stark sie den Bit belasten können. Üblicherweise bestehen Bits aus speziell gehärtetem Stahl oder einer Chrom-Vanadium-Stahl-Legierung. Sie zeichnen sich durch ihre enorme Schlagfestigkeit und Widerstandsfähigkeit aus. Außerdem haben sie eine hohe Lebensdauer. Ein großer Vorteil ist es wenn man für die Bits einen magnetischen Bithalter verwendet. Um einen Bit zu wechseln braucht man ihn nur in den Bithalter stecken. Das Lösen und Festziehen des Bit im Bohrfutter fällt weg und spart so jede Menge Zeit.

Gute Chrome-Vanadium-Bits z.B. von Metabo oder Bosch sind nicht ganz preiswert aber in jedem Fall ihr Geld wert und für den täglichen Einsatz gefertigt. Für Handwerker ist dieses Material wahres Gold wert und macht sich auf jeden Fall bezahlt. Erkennbar ist die gute Ware am eingestanzten Herstellernamen, auch Bit-Art und -Größe sollten erkennbar sein.

Um die Haltbarkeit zu erhöhen können Bits mit Titannitrid- (TiN-Bits) oder einer Diamant-Beschichtung veredelt werden. Bei der Beschichtung mit Diamanten werden winzige Diamant-Partikel auf die Bitspitze aufgetragen. Die Diamantbeschichtung dient dazu, beim Herein- oder Herausschrauben der Schraube eine Beschädigung des Schraubenkopfes zu vermeiden. Die Bits werden durch die Drehbewegung in das Material eingedrückt ein und ermöglichen somit ein höheres Drehmoment beim verschrauben. Ebenfalls können Chrom-Vanadium-Bits, mit Molybdän und Wolfram zusätzlich verstärkt werden.

Bits aus Edelstahl bieten hier eine preisliche Alternative, da Edelstahl günstiger ist als Chrome-Vanadium-Stahl. Ein weiterer Vorteil bei Bits aus Edelstahl ist, das Sie enorm widerstandsfähig sind und nicht rosten.

Unabhängig davon ob Sie als Profi oder als Neuling mit Ihrem Akku Bohrschrauber arbeiten – in jedem Fall ist es wichtig, das Sie den richtigen Bit beim Schrauben verwenden. Wenn der Bit nicht passt, beschädigen Sie sowohl den Bit als auch die Schraubenköpfe. Sie können die Bits sowohl einzeln als auch im Set kaufen. Die Sets gibt es in sehr vielen unterschiedlichen Ausstattungen und Größen. In den einfacheren und kleineren Sets sind die gängigsten Typen wie Schlitz, Philips und Pozidrive enthalten. In den größeren Sätzen, die meist von Handwerkern oder Heimwerkern für den professionellen Einsatz gekauft werden, finden sich dann auch die weniger weit verbreiteten Typen.

Mit dem Prozidrive-System (Pz) können höhere Drehmomente übertragen werden. Sie erkennen diesen Typ an den zusätzlichen feinen Nuten zwischen den eigentlichen Kreuzschlitzen. Praktisch alle Verschraubungen zwischen Holzbauteilen werden mit diesem Schraubentyp ausgeführt

Eine Übersicht der gängigsten Bits

Der beste Akku Bohrschrauber nützt Ihnen gar nichts, wenn Sie nicht den richtigen Bit zur Verfügung haben. Nachfolgende eine kurze Übersicht der gängigsten Bits.

Kleiner Tipp: Damit Sie so effektiv wie möglich arbeiten können, empfehlen wir einen Bit-Halter in das Schnellspannbohrfutter Ihres Akku Bohrschraubers einzuspannen.

Bithalter
Bei den Bithaltern gibt es eine große Auswahl die zur Auswahl stehen. Wichtig ist, das der Bit magnetisch ist, um den Bit festzuhalten.

Bits
Ungefähr 90% der benötigten Bits entfallen auf die Typen

a.) Schlitz
b.) Pozidriv
c.) Phillips
d.) Torx

Im Detail zu den einzelnen Typen:

  1. Schlitzbit
    Der Schlitz gerät zusehends mehr und mehr aus der Mode. Es ist relativ schwer zu kontrollieren und es lässt sich daher schlecht mit ihm schrauben. Üblich sind Größen von 3mm, 3.5mm, 4 mm, 4.5mm, 5.5mm und 6.5mm. Es gibt noch andere Größen. Diese werden aber nur sehr selten benötigt.
  2. Pozidriv
    Fälschlicherweise wird dieser Bit häufig als Kreuzschlitz bezeichnet. Es gibt nur Pozidriv oder Phillips. Um zu verhindern das die Schraubenköpfe und die Bits beschädigt werden, sollten Sie unbedingt auf den Einsatz des richtigen Bit achten. Je größer die Kraft ist die benötigt wird, um die Schraube zu verarbeiten, desto größer ist die Gefahr das der Bit aus dem Schraubenkopf rutscht wenn hier nicht der richtige Bit verwendet wird.Sie erkennen Pozidriv Schrauben an den kleinen “Zwischenstrichen” am Kreuz. Sie sind gängiger wie die Phillips Bit. Das Zwischenkreuz verbessert die Kraftübertragung vom Bit auf die Schraube. Pozidriv wird häufig mit der Abkürzung mit PZ angegeben. In den Größen 0-4, sind die Größen 1-3 die gängigsten.
  3.  Phillips
    Die ältere Form des Kreuzbits findet noch vielfach z.B. im Trockenbau Verwendung, wie z.B. bei Schnellbauschrauben für Gipskarton. Phillips wird häufig mit der Abkürzung mit PH angegeben. In den Größen 0-4, sind die Größen 1-3 die gängigsten.
  4. Torx
    Sehr weit verbreitet sind mittlerweile Torx. Torx bieten eine sehr gute Kontrolle und haben das Problem des Abrutschen des Bits aus dem Schraubenkopf nicht. Torx gibt es in den Größen 3-50. Die Größen unter 10 werden meistens bei kleineren Geräten wie z.B. einem Handy verwendet. Bei Holzschrauben sind TX10, TX15, TX 20, TX25, TX30 gängig. Torx zählt heute bei Holzschrauben zum Standard.
  5. Torx-Plus (IP)
    Die Abkürzung IP steht für Torx-Plus Bits. Hierbei handelt es sich im wesentlichen um verstärkte Torx, die eine höhere Kraftübertragung ermöglichen.
  6. Sechskant
    Den Sechskant Bit gibt es als “Innen & Aussen” Bit. Im Prinzip handelt es sich um einen Imbusschlüssel als Bit. Er findet zum Beispiel im Bereich der Zweiradtechnik Verwendung.

Bits - Schraubenkopfantriebe

Die gängigsten Bits (Schraubenkopfantriebe)